„Kinder brauchen Frieden“
„Der Eine-Welt-Kreis möchte mit der Ausstellung auf das unbeschreibliche Leid, insbesondere für die betroffenen Kinder aufmerksam machen“ berichtete Erster Beigeordneter Bernd Kemper. Zwei Millionen Kinder seien in den 90er-Jahren bei Kriegen und bewaffneten Konflikten umgekommen und 300 000 Kinder wären als sogenannte Kindersoldaten missbraucht worden. Dies habe tiefe seelische Wunden hinterlassen und der Alptraum lasse viele nicht los. „Ich wünsche der Ausstellung die vielen Besucherinnen und Besucher, die sie verdient,“ beendete der Hausherr seine Ansprache „und möchte mich beim Eine-Welt-Kreis für die vielfältigen Aktivitäten bedanken, ohne die Vreden nicht zur Fairtrade-Stadt geworden wäre.“

Walter Gehling vom Eine-Welt-Kreis Vreden wies auf die Verantwortung der Politik hin. Deutschland sei weltweit der drittgrößte Waffenexporteur der Welt uns somit auch für das Kriegsleid mitverantwortlich. In mehr als 20 Staaten herrsche Krieg und 90 % der Opfer seien mittlerweile Zivilisten. Er forderte zu mehr Transparenz der politischen Entscheidungen zu Waffenexporten auf und zu Protesten gegen diese Exporte.


100 schwarze Luftballons ließen die Besucher der Ausstellung als Protest gegen Krieg und Waffenexporte steigen.

Hanni Bienert von der Unicef-Gruppe Münster berichtete über die Aktion „Kinder im Krieg“, über Flucht und Vertreibung, über Kindersoldaten und über die Hilfen die Unicef diesen Kinder bietet.


Helga (mit Gitarre), Veronika und Meinhard Huning bereicherten mit entsprechenden Liedern und Texten die Ausstellungseröffnung.
Hilli Übbing-Zinger und Sieglinde Weißing boten anschließend Unicef-Karten an, durch die ein Großteil der Hilfen finanziert wird.

