Stadtverwaltung

Defibrillator kann Leben retten

Das Bürgerbüro der Stadtverwaltung Vreden wurde mit dem lebensrettenden medizinischem Gerät ausgestattet.

 

Ab sofort verfügt das Bürgerbüro der Stadt Vreden über einen Defibrillator, der im Notfall für alle Betroffenen zugänglich ist. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurden von dem Rettungsassistent Thorsten Rammelmann in die Bedienung des Defibrillators unterwiesen. „Im Notfall ist das Gerät aber auch von Laien zu bedienen, jeder Verfahrensschritt wird präzise und verständlich erläutert“, berichtete Gerd Helmer vom Team Gesundheit der Stadt Vreden. Das Team Gesundheit, welches sich mit der Arbeitssicherheit, dem Gesundheitsschutz und der Gesundheitsförderung beschäftigt, hatte beschlossen, den Defibrillator für die Vredener Bevölkerung anzuschaffen. Die Kosten hierfür wurden aus der Prämienzahlung der Unfallkasse NRW bestritten, die die Stadtverwaltung für den vorbildlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz erhalten hatte.

 

 

Der Defibrillator ist im Bürgerbüro der Stadtverwaltung untergebracht, damit er im Notfall möglichst vielen Menschen zur Verfügung steht. Das Bürgerbüro hat montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und liegt zentral in der Innenstadt, so dass es von allen Innenstadtbesuchern und zum Beispiel auch von den Geldinstituten schnell erreicht werden kann. Ein Defibrillator kann durch gezielte Stromstöße Herzrhytmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern, Vorhoffflimmern und Vorhofflattern beenden. In 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Mit dem Einsatz des Defibrillators kann die Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff gestoppt werden. Entscheidend ist daher der frühestmögliche Einsatz des Defibrillators. Der Defibrillator darf zur richtigen Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung aber nur als Ergänzung gesehen werden, die den Patienten vor gravierenden neurologischen Schäden bewahren kann. Der Rettungswagen sollte im Notfall immer zusätzlich gerufen werden. Jedoch ist zu ergänzen, dass bei einem Kammerflimmern pro Minute die Überlebenschance des Patienten um 10% sinkt. Daher muss und sollte der Einsatz eines Laiendefibrillators so früh wie möglich stattfinden.

 

 

 

 

Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch wurde von den Mitgliedern des Gesundheitsteams Ria Sönnekes, Gerd Helmer und Iris Belgardt über die Anwendungsweise des Defibrillators informiert. Auf dem Foto fehlen Klaus Ahler, Stefan Niehues und Dr. Sasa Klein.

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