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Maschinen, die Mode machen

"Nähmaschinen - Maschinen, die Mode machen" lautet der Titel der neuen Sonderausstellung, die im kreiseigenen Hamaland-Museum in Vreden zu sehen ist.

 

Das Hamaland-Museum zeigt bis zum 18. November historische Modelle und skizziert die Technik. Gleichzeitig lenkt das Team den Blick auch auf die vielen Einsatzmöglichkeiten der Nähmaschine. "Dieses Zwitterding zwischen Hausrat und Produktionsanlage verdient eine nähere Betrachtung", ist Dr. Annette Menke überzeugt. Schließlich habe die Erfindung des eigentlich unscheinbaren Geräts große Auswirkungen auf die industrielle Bekleidungsherstellung, die Schneiderzunft und das Leben vieler Frauen gehabt. Erst spät gelang es, die Hand eines geübten Nähers oder einer Näherin durch eine Maschine zu ersetzen.

Die Nähmaschinen, die Ende des 19. Jahrhunderts allein in Deutschland von rund 200 Produzenten hergestellt wurden, waren das Ergebnis eines langen Erfindungsprozesses. Aber dann revolutionierte die Technik die Bekleidungsproduktion. Zunächst wurde die Nähmaschine in der Wäschefertigung eingesetzt. "Die Entstehung echter Konfektion wurde wahrscheinlich aus der Uniformschneiderei übernommen", so Menke. Zentralisierte Zuschneiderei, arbeitsteilige Produktion, genormte Modelle und Größen waren dort bereits eingeführt. Die rasante technische Entwicklung dieser Zeit ließ aber nicht nur die Konfektionsbranche boomen, sondern zog auch die Entstehung der Haute Couture nach sich.

Bis heute ist die Produktion von Textilien personalintensiv und ohne Nähmaschine nicht denkbar. Aber: Rund 100 Jahre nach ihrer Erfindung wurde die Nähmaschine nicht mehr nur zur Eigenversorgung mit Kleidung und zum Gelderwerb eingesetzt.

Die im Zeitschriftenhandel zu erwerbenden Schnittmuster ermöglichten es geschickten Hausfrauen, individuelle Mode selbst zu schneidern. So konnte auch mit kleinem Geldbeutel der neueste Trend umgesetzt werden.

 

 

Plakat zur Ausstellung

Rund um die Nähmaschine dreht sich die neue Ausstellung im Hamaland-Museum in Vreden.

Das Hamaland-Museum/Kreismuseum Borken am Butenwall 4 in Vreden ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet für Erwachsene zwei Euro, Schüler und Studenten zahlen einen Euro, Familien vier Euro.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.hamaland-museum.de sowie telefonisch unter 02564/39180.

Führungen sind auf Anfrage möglich.

 

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