Spannung, Kultur und Humor bei der „Langen Nacht der Bibliotheken“

Das niederländisch deutsche Autorenduo Jac. Toes und Thomas Hoeps bescherte einen genüsslichen Abend mit Ausschnitten aus ihren Krimis.„Es war wunderbar“, bedankte sich Michael Schürmann, Leiter der Öffentlichen Bücherei Vreden zum Abschluss der „Langen Nacht der Bibliotheken“ bei dem Autorenduo Jac. Toes und Thomas Hoeps, die Spannung, Kultur, Humor und Genuss bot.
Der als „mörderisch-spannend“ angekündigte Abend bescherte den hauptsächlich weiblichen Besucherinnen aber viel mehr, es war zudem ein sehr genüsslicher und vergnüglicher Abend.
Neben Ausschnitten aus ihren gemeinsamen Krimis berichteten die beiden Autoren auch über ihre gemeinsame Arbeit, ihre Recherchen über deutsch-niederländische Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Dabei so spannend, dass es mal mucksmäuschenstill war in der Bücherei, zwischendurch aber so vergnüglich, dass lautes Gelächter erklang.
Das deutsch-niederländische Autorenteam hat gemeinsam bisher drei Krimis veröffentlicht: „Nach allen Regeln der Kunst“, „Das Lügenarchiv“ und „Höchstgebot“. Im ersten Teil des Abends präsentierten die beiden Ausschnitte aus diesen drei Bänden rund um die Hauptfiguren ihrer Romantrilogie. Im Mittelpunkt der Lesung standen der deutsche Kunstrestaurator Robert Patati und die niederländische Polizeiprofilerin und Psychologin Micky Spijker.Nach der Pause, in der köstliche Snacks gereicht wurden, lasen die beiden Autoren Ausschnitte aus dem brandneuen, unveröffentlichten und unwiderruflich letzten Kurzkrimi, in dem die beiden Protagonisten wieder die Hauptrolle spielen.
VHS-Direktor Dr. Nikolaus Schneider freute sich in seiner Einführung, dass auch in Vreden wieder, wie in vielen Städten in ganz Nordrhein-Westfalen, eine „Nacht der Bibliotheken“ unter dem Motto „The Place to be“ stattfinden würde. Insbesondere hob er hervor, dass die neuen Nachbarn vom kult sich an diesem Ereignis beteiligten und begrüßte Corinna Endlich als Vertreterin und Leiterin des kult. Das Bedürfnis nach Lesungen, gemeinsamem Lesen und Literatursendungen zeige, dass neben dem Lesen „alleine auf dem Sofa“ Lesen als geselliges Ereignis immer mehr geschätzt werde. Im Rückblick auf die Geschichte des Lesens wies er darauf hin, dass mit dem Aufschwung des Buchwesens im 18. Jahrhundert vor der Lesesucht gewarnt worden wäre.
Nach der Lesung, bei der Neugier auf den vierten und auch letzten Band mit Robert Patati und Micky Spijker geweckt wurde, signierten die beiden Autoren die verkauften Bücher und standen auch für Fragen und Anregungen zur Verfügung.Die angekündigte Band „Männermusik“ konnte aufgrund eines Verkehrsunfalls, in dem sie auf dem Weg nach Vreden verwickelt wurden, nicht auftreten.Die Veranstalter, die Öffentliche Bücherei Vreden, das Gleichstellungsbüro der Stadt Vreden, das Kulturamt der Stadt Vreden, das aktuelle forum Volkshochschule und das „kult – Kultur und lebendige Tradition im Westmünsterland“ hatten zur „Langen Nacht der Bibliotheken“ in Vreden eingeladen. Gelichstellungsbeauftragte Ria Sönnekes bedankte sich zum Schluss der Lesung im Namen der Veranstalter besonders bei den ehrenamtlichen Unterstützerinnen und auch beim Publikum verbunden mit der Einladung zu bleiben um den Abend mit Gesprächen ausklingen zu lassen.