Notarztversorgung im Raum Vreden:

Pressebericht des Kreises Borken

 

Entwurf des Gutachtens liegt vor / Standort Vreden nicht bedarfsnotwendig

 

Kreis Borken / Vreden. Der Entwurf des Gutachtens zur Notarztversorgung im Kreis Borken liegt vor: Der im Dezember von der Kreisverwaltung beauftragte Gutachter kommt dabei zu dem Ergebnis, dass der Notarztstandort als nicht bedarfsnotwendig eingestuft wird, da dieser durch die Standorte Ahaus und Stadtlohn kompensiert werden könne. Zusätzlich sieht der Gutachter jedoch den Bedarf, an den Standorten Vreden und Borken ein Tele-Notarztsystem zu etablieren. Hintergrund des Gutachtens ist bekanntlich, dass das Klinikum Westmünsterland den Vertrag zur Notarztversorgung vom Standort Vreden zum Jahresende gekündigt hat, da es sich aufgrund der äußerst angespannten Personalsituation dazu nicht mehr in der Lage sah. Derzeit erfolgt die Notarztgestellung von den Krankenhaus-Standorten Stadtlohn und Ahaus aus.

 

Als Kostenträger haben sich die Krankenkassen dahingehend positioniert, dass sie künftig die Kosten für den Notarzt-Standort Vreden nicht mehr tragen wollen, da dieser aufgrund des Einsatzaufkommens nicht mehr gerechtfertigt und wirtschaftlich nicht vertretbar sei. Auch ein Tele-Notarztsystem sehen sie zum jetzigen Zeitpunkt noch kritisch. Der aktuelle Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Borken sieht demgegenüber vor, weiterhin die notärztliche Versorgung in Vreden über einen eigenen Standort sicherzustellen und ein Tele-Notarztsystem einzuführen. Die Kreisverwaltung hat dazu bereits erste Schritte unternommen. Für Anfang März ist ein Erörterungstermin mit der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen, dem Kreis Borken und der Bezirksregierung Münster terminiert. Sofern sich der Kreis Borken und die Krankenkassen nicht einigen können, trifft die Bezirksregierung letztendlich die Entscheidung. Dabei spielen die Ergebnisse des Gutachtens eine zentrale Rolle.

Der aktuelle Sachstand zur Notarztversorgung wird im Rahmen der Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung beraten. Dieser tagt am Montag, 17. Februar, ab 17 Uhr im Kreishaus.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auch auf der Internetseite des Kreises Borken unter: https://kreis-borken.de/notarztversorgung-vreden.