Spitzenausgleich & Energiemanagement: Was jetzt zu tun ist!

Die Energie- und Stromsteuer sind im Wirtschaftsleben kostenträchtige Verbrauchssteuern. Welche Maßnahmen können Unternehmen des produzierenden Gewerbes noch in 2013 ergreifen, um in 2014 staatliche Vergünstigungen im Rahmen des Spitzenausgleichs zu erhalten?

Vertreter der einladenden Institutionen

 

Auf Einladung der Stadt Vreden, dem Vredener Industrieclub, der SVS-Versorgungsbetriebe und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) informierten sich jetzt rund 40 Vredener Unternehmen im Rahmen der Veranstaltung „Spitzenausgleich & Energiemanagement: Was jetzt zu tun ist!“ über energiesteuerliche Veränderungen und das REGIONALE 2016-Projekt "Energiewende lokal - Wege zu einem energieoptimierten Gewerbegebiet am Modell Vreden-Gaxel“.

 

Viktor Heidt

 

Viktor Heidt von der RWE Dienstleistungs GmbH aus Dortmund informierte in seinem Vortrag darüber, dass besondere Entlastungsmöglichkeiten für Unternehmen des produzierenden Gewerbes bei der Strom- und Energiesteuer bereits Ende 2012 ausgelaufen sind und der so genannte „Spitzenausgleich“ künftig nur noch gewährt wird, wenn größere Unternehmen in 2013 mit der Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems nach ISO 50001 und kleinere Unternehmen mit einem Energieaudit, zum Beispiel nach EN 16247, begonnen haben.

 

Das Fazit des Abends: Da Aufbau und Zertifizierung entsprechender Systeme kostenintensiv sind, sei es inbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ratsam, die mögliche Steuererstattung, z.B. in Online-Tools der IHK, zu kalkulieren, bevor weitere Aktivitäten geplant werden. Basierend auf diesen Ergebnissen solle eine Entscheidung für oder gegen die Einführung eines Energiemanagementsystems getroffen werden.

 

Unter dem Motto "Gemeinsam Energie effizient nutzen!" stellten Prof. Peter Vennemann von der Fachhochschule Münster und WFG- Innovationsberaterin Kathrin Bonhoff das Projekt „Energiewende lokal - Wege zu einem energieeffizienten Gewerbegebiet“ vor, das in die REGIONALE 2016 aufgenommen wurde und sich aktuell in der Qualifizierungsstufe C befindet. Im Rahmen dieses Projekts sollen Möglichkeiten zur kooperativen Nutzung von Energie- und Wärmeüberschüssen sowie Energieerzeugungsmöglichkeiten in gewachsenen Gewerbegebieten erarbeitet und umgesetzt werden. Als Modellgebiet wurde das Gewerbegebiet Vreden-Gaxel ausgewählt. Geplant ist bereits Anfang 2014 den ersten Workshop mit Unternehmern vor Ort durchzuführen.