Die Stadt Vreden tritt ein für körperliche und seelische Unversehrtheit, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Freiheit

Gedenken am Internationalen Tag der Gewalt
Der Internationale Tag zur Gewalt an Frauen und Mädchen wird seit 1981 begangen. Historischer Hintergrund war die Verschleppung und Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republik durch Soldaten. 1999 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November als Internationalen Tag für die Beseitigung jeglicher Gewalt gegen Frauen einzuführen.
Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. "Wir alle wissen aus unserer konkreten Arbeit mit Frauen und Kindern in Vreden: häusliche Gewalt findet oft in unserem unmittelbaren sozialen Umfeld statt. Einkommen, Bildung oder Alter sind dabei völlig belanglos", berichtet Christine Ameling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden. "Die meisten Delikte passieren hinter verschlossenen Türen, in der Familie, im vertrauten Umfeld, mitten unter uns, oft jahrelang oder sogar jahrzehntelang. Und viele Täter bleiben unentdeckt und unbestraft.", so Christine Ameling weiter.
Wichtig ist, dass Menschen aus dem sozialen Umfeld Anzeichen und Warnsignale von Gewalt erkennen und wissen, wie sie sich verhalten können, sowohl der betroffenen Person als auch dem Gewalttäter gegenüber. Solche Warnsignale können sehr vielfältig sein, beispielsweise Verhaltensänderungen oder sozialer Rückzug. Gewalt in der Partnerschaft geschieht meist nicht "von heute auf morgen", sondern ist vielmehr ein schleichender Prozess, der fast unmerklich beginnt. Für von Gewalt betroffene Menschen, das gilt sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene, ist es besonders bedeutsam wie auf das von ihnen Geschilderte reagiert wird. "Wichtig ist zunächst einmal, den Opfern Glauben zu schenken und sie ernst zu nehmen. Diese Haltung kann Opfer darin bestärken, professionelle Unterstützung und Hilfe in Anspruch zu nehmen.", berichtet Berthold Höing von der Kreispolizeibehörde Borken.
Die Anzahl der Straftaten häuslicher Gewalt im Kreis Borken sind um 15% auf 540 Taten im Jahr 2021 gestiegen (Erhebungszeitraum Januar bis September 2021). Darunter zählen vorsätzliche Körperverletzungen, gefährliche Körperverletzung, sexuelle Belästigung, psychische Gewalt, Bedrohung, Freiheitberaubung, Nötigung und weitere Delikte.
Hier bekommen die betroffenen Frauen direkte Hilfe:
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" Tel.: 08000 116 016,  www.hilfetelfon.de (Email und Chatberatung ebenso möglich)
frauen für frauen e.V.: info@frauenfürfrauen-ahaus.de Tel.:02561 3738
Nummer gegen Kummer 116 111 www.116111.eu (Online Beratung per Email oder Chat)
www.onlineberatung-caritas.de