Dach- und Fassadenbegrünungen / Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen

Stadtverwaltung erhält Zusage für neues Förderprogramm –

Unternehmen können bis zu 50 % Förderung für Dach- und Fassadenbegrünungen beantragen

Naturdach, Bild: Optigrün International AG

Lebendig – klimaangepasst – schön! – so könnten bald Dächer und Fassaden in Vredens Industrie- und Gewerbegebieten aussehen. Dabei helfen soll das neue Förderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Zeit zum Handeln ist jetzt - so versteht sich das Förderprogramm. Denn diese erstmalige großzügige Förderung von 50% der entstehenden Kosten kann nur bis zum Frühjahr 2022 abgerufen werden. Sie ist Teil des NRW-Konjunkturprogramms und soll trotz weggebrochener Einnahmen unterstützen die Klimaanpassungsziele zu erreichen.

Die bevorstehenden Herausforderungen des Klimawandels sind in stark versiegelten Gebieten besonders hoch. Ziel der Begrünung ist es, die Hitzebelastung durch Verdunstungskälte von Pflanzen zu mindern und bei Starkregenereignissen durch die Versickerung an Ort und Stelle gewappnet zu sein. Aber auch für die Gebäude wirkt sich die „grüne Hülle“ vorteilhaft aus: sie schützt vor Beschädigungen durch Starkregen, Hagel, Wind und Sonneneinstrahlung. Im Inneren des Gebäudes haben die Pflanzen im Sommer einen kühlenden und im Winter wärmenden Effekt. 

Das „Mehr an Grün“ bringt nicht nur Vorteile für die Gebäude mit sich: auch der Mensch fühlt sich in einer grünen Umgebung nachgewiesenermaßen wohler! Durch die erfolgreiche Bewerbung beim Förderprogramm des Landes möchte die Stadtverwaltung Lebensräume und Wohlfühlräume in normalerweise eher „grauen Zonen“ schaffen und bietet Unternehmen die Kostenübernahme von bis zu 50 % für Begrünungsmaßnahmen an Dächern und Fassaden an. Der maximale Zuschuss, den die Stadt an die Unternehmen weiterleiten kann beträgt 50.000 Euro. Wichtig für eine Förderung ist, dass es sich um Bestandsgebäude handelt und mit den Maßnahmen vor der Förderzusage noch nicht begonnen wurde. Auch der vorrangige Einsatz von heimischen Pflanzen ist eine der Richtlinien um den ökologischen Wert der Gebiete zu steigern.

Einen ersten Einblick in die Materie und viele Ideen können sich Unternehmer bei einer ebenfalls geförderten Fachberatung zur naturnahen Gestaltung von Firmengeländen des Landschaftsarchitekturbüros Hoff aus Essen holen. Die Stadt Vreden konnte auch hier noch zehn weitere Beratungen durch das Förderprogramm „Vital NRW“ für Vredener Unternehmer gewinnen.


Informationen zu den Förderprogrammen für Unternehmen s.u.

 

Förderbedingungen für Dach- und Fassadenbegrünungen

Antragsbogen für die Förderung einer Dach- und Fassadenbegrünung

Förderrichtlinien für eine Fachberatung zur naturnahen Gestaltung von Firmengeländen

Anmeldebogen für eine Fachberatung zur naturnahen Gestaltung von Firmengeländen

Bild: ZinCo GmbH

 

 

Ansprechpartner bei der Stadt Vreden ist

Dr. Julia Gottwald
Fachabteilung Umwelt und Recht

Rathaus, Burgstr. 14, Zimmer 108

Tel.: 02564/303-177 (Mo, Di, Mi)

E-Mail: julia.gottwald@vreden.de

 

 

 

Projekt „Grün statt grau“ – Gewerbegebiete im Wandel

Ein Industriegebiet muss nicht trist und grau sein, das versuchen die Akteure des Verbundprojektes zu beweisen. Neben der Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen und den Fachberatungen für die naturnahe Gestaltung von Firmengeländen, setzt die Stadt Vreden auch selbst ökologische Maßnahmen auf städtischen Flächen um. Das Einsäen von Blühflächen und Blühstreifen, der Bau einer Trockenmauer und eines großen Insektenhotels sucht „Nachahmer“, um das Industriegebiet nachhaltig weiterzuentwickeln. Auch für die Mitarbeiter und die Besucher in Gaxel soll dadurch ein Mehrwert entstehen.

Ebenfalls geplant für 2021 sind weitere Online-Veranstaltungen zu Themen der Nachhaltigkeit wie beispielsweise zu Nutzungsmöglichkeiten von Wasserstofftechnik in Unternehmen.  

Projekthomepage: http://gewerbegebiete-im-wandel.de/

FONA Sozial-ökologische Forschung BMBF Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung