Brücke im Stadtpark wieder passierbar

Breiter, moderner und komplett überholt wurde die Berkelbrücke im Stadtpark.
Peter und Paul, die Stadtpatrone von Vreden zieren nun die Brücke im Stadtpark. Die Idee dafür entstand bei einem Besuch der Ratsmitglieder in Elsterwerda, Vredens Partnerstadt in Brandenburg, wo ebenfalls eine Brücke das Stadtwappen trägt. Bernhard Tenhumberg, ehemaliges Ratsmitglied und Mitglied des Landtages, hatte danach den entsprechenden Antrag gestellt, der seinerzeit einstimmig vom Rat beschlossen worden war.
Die Sanierung der Brücke müsse im Gesamtkonzept der Renovation des Stadtparks gesehen werden, berichtete Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch bei der Eröffnung mit Vertretern der beteiligten Baufirmen. Mit der Bewerbung zur Landesgartenschau 2017 sei für den Stadtpark ein Konzept mit verschiedenen Ideen entwickelt worden, die diesen Bereich optimieren sollten. Der Zuschlag für die LaGa 2017 ging nach Bad Lippspringe, verschiedene Ideen haben die Vredener dennoch umgesetzt – so auch die Renovation des Stadtparks.
Als das Städtebauförderungsprogramm "Zukunft Stadtgrün" aufgestellt wurde, habe die Verwaltung nach vorheriger politischer Beratung die Antragsunterlagen zügig einreichen können und eine Förderzusage erhalten.
Die Umgestaltung des Stadtparks sei zu Beginn vereinzelt auch kritisiert worden, insbesondere die Fällung von einigen Bäumen. Nun, nach neuen Pflanzmaßnahmen, der Anlage des Festplatzes, der Ausstattung mit Fitnessgeräten, Liegen, Bänken und einer Boulebahn und der neuen Wegebefestigung werde die Umgestaltung von sehr vielen Vredenern und auch von Gästen der Stadt gelobt. Durch die seitliche Anbringung des Brückengeländers konnte eine Verbreiterung der Brücke erreicht werden "und das Stadtwappen am Geländer ist das i-Tüpfelchen" so Bürgermeister Dr. Holtwisch. Er dankte allen am Projekt Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und freute sich, dass der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden konnte.
Klaus Beckmann, Bauleiter der Fa. Eiffage Infra-West GmbH aus Borken, betonte, dass es ihm als Vredener wichtig gewesen sei, den Zuschlag zu bekommen und den Auftrag auszuführen. In dem jetzigen Zustand sei die Brücke sicherlich für die kommenden 20 Jahre gut nutzbar. Vom Ing.- Büro W + B Ingenieure aus Münster waren Reinhard Oertker und Julian Göding zur Eröffnung gekommen, sie waren verantwortlich für die Brückenplanung und die Bauüberwachung.
Das Brückengeländer ist mit Drahtseilen gespannt, Anforderungen an die Architektur und Langlebigkeit werden damit gewährleistet. Selbstverständlich entspricht die Bauausführung den technischen Vorschriften. Dennoch kamen schon kurz nach der Eröffnung Hinweise aus der Bevölkerung, die auf eine mögliche Unfallgefährdung insbesondere für kleinere Kinder aufmerksam gemacht haben. So werde befürchtet, dass kleinere Kinder mit ihren Füßen zwischen die eigentliche Brücke und das Geländer geraten und sich dabei verletzen könnten. Um auch dieses Risiko auszuschließen hat die Verwaltung umgehend reagiert und Kontakt zu den beauftragen Firmen aufgenommen. Das Problem wird kurzfristig bautechnisch gelöst werden. Zusätzlich weist die Baufirma darauf hin, dass das Anbringen von sogenannten "Liebesschlössern" der Brücke dauerhaft schaden würde. Da diese von nicht geringem Gewicht sind, würden sie die Spannung der Drahtseile verändern, und sie könnten zudem zu Schäden am Material führen. Deshalb wurde zur Eröffnung der Brücke die Bitte geäußert, keine "Liebesschlösser" anzubringen.