Grundstücke für Mehrfamilienhaus-Bebauung an der Pirolstraße („Investorenflächen“)

Grundstücke für Mehrfamilienhaus-Bebauung an der Pirolstraße („Investorenflächen“)

Der Rat der Stadt Vreden hat in seiner Sitzung am 25.11.2021 sowohl die Verkaufspreise als auch die Kriterien für das Bewerbungs- und Vergabeverfahren für die Mehrfamilienhaus-Wohn­baugrundstücke („Investorenflächen“) im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 103 „Pirol­straße“ festgelegt, so dass nunmehr mit dem Bewerbungs- und Vergabeverfahren gestartet werden kann.

Hier sind nun alle maßgeblichen Informationen für Interessenten zusammengefasst:

Grundstücke / Lage

Es stehen im Baugebiet Pirolstraße folgende 6 Mehrfamilienhausgrundstücke zum Verkauf zur Verfügung.

 

Kaufpreise

Die Preise für die „Investorenflächen“ betragen

  • 220 Euro, vollerschlossen, für die Investorenflächen innerhalb der als WA 2 gekennzeichne­ten Baugebiete, bebaubar mit Mehrfamilienhäusern mit bis zu 6 WE (ausnahmsweise 8 WE)
  • 275 Euro, vollerschlossen, für die Investorenflächen innerhalb der als WA 3 gekennzeichne­ten Baugebiete, bebaubar mit Mehrfamilienhäusern mit bis zu 8 WE (ausnahmsweise 10 WE; maßgeblich für die zwei Grundstücke, direkt an der Winterswijker Straße gelegen)

Die genannten Grundstückskaufpreise werden – ungeachtet der Lage an den jeweiligen Erschließungsanlagen (Anbaustraßen) – für alle städtischen Verkaufsgrundstücke einheitlich festgesetzt.

 

Besonderheiten

Innerhalb des WA 2 und WA 3 müssen je Mehrfamilienhaus mindestens 1/3 der nach Bebau­ungsplan allgemein zulässigen Wohnungen der anteiligen Errichtung von nach den Wohn­raum­förderungsbestimmungen NRW gefördertem Mietwohnraum dienen.

Die vorgenannten geförderten Wohneinheiten sind ausschließlich für die Vermietung an Per­sonen mit Wohnberechtigungsschein bestimmt und 1 Wohnung ist für die Vermietung an Fami­lien mit 3 bis zu 4 Familienmitgliedern vorzusehen.

 

Bewerbungsverfahren

Für das Bewerbungsverfahren gelten folgende Bedingungen:

  • Die Bewerbung / Das Nutzungskonzept ist digital sowie in Papierform (1-fach) einzureichen.
    Zur späteren Vergleichbarkeit der eingereichten Konzepte sollte das jeweilige Konzept Infor­mationen zu mindestens folgenden Kriterien enthalten:
  • Angaben zum Bewerberkreis
  • Angaben zum Grundstücksfavoriten
  • Angaben zur beabsichtigten Nutzung (Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, sozialer Wohnungsbau)
  • Angaben zur Anzahl und Größe der geplanten Wohneinheiten (WE)
  • Angaben zur Anzahl und Größe der geplanten geförderten Wohneinheiten (WE)
  • Angaben zur Ausnutzung des Grundstücks (Grund- und Geschossflächenzahl)
  • Angaben zum Baukörper (Bauweise, Dachform, Fassaden- und Dacheindeckungs­ma­te­rial)
  • Angaben zu Barrierearmut/Barrierefreiheit
  • Angaben zur Energieeffizienz
  • Angaben zur Stellplatz-Lösung (Stellplatzkonzept für Pkw und Fahrräder),
  • Angaben zum Umgang mit der E-Mobilität
  • Ein zeichnerisches Konzept ist verpflichtender Bestandteil der Bewerbung (Pläne im Format DIN A3 oder DIN A2).
  • Aus städtebaulicher Sicht ist für die zwei Grundstücke an der Winterswijker Straße eine ein­heitliche architektonische Gestaltung wünschenswert und wirkt sich begünstigend aus.
  • Die Planung und Realisierung von über der festgelegten Mindestanzahl hinausgehenden ge­för­derten Wohnungen nach den Wohnraumförderbestimmungen NRW kann sich ebenfalls be­günstigend auswirken.

 

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsfrist läuft ab sofort bis einschließlich zum 25.05.2022.

 

Vergabeverfahren

Nach Auslauf der Bewerbungsfrist wird sich die Kommission für die Vergabe von Baugrundstüc­ken mit allen eingegangenen Bewerbungen / Nutzungskonzepten auseinandersetzen.

Erst nach ausführlicher Sichtung der Konzepte und Meinungsfindung innerhalb der Kommission wird die Kommission dem Rat Vergabebeschlüsse unterbreiten, so dass der Rat dann in einer seiner darauffolgenden Sitzungen über die Vergabe der Investorengrundstücke beraten und be­schließen wird.

 

 

Bauverpflichtung

Es gilt eine Bauverpflichtung innerhalb von zwei Jahren ab Vertragsabschluss mit der Maßgabe zur Umsetzung des eingereichten Nutzungskonzeptes.

Die Bauverpflichtung wird mit einem Wiederkaufsrecht zu Gunsten der Stadt Vreden grund­buchlich abgesichert.

 

Weitere Informationen

Hier finden Sie die zur Verfügung stehenden Baugrundstücke mit Längenangaben.

(Das Öffnen der Pdf-Datei kann evtl. etwas länger dauern)

Die freien Baugrundstücke (Ordnungsnummern oder Parzellen und deren Größen) wurden in blau kenntlich gemacht.

Hier finden Sie den Bebauungsplan Pirolstraße

 

Informationen zum Bebauungsplan BG Pirolstraße

Verpflichtungen, die sich aus dem mit der Stadt Vreden geschlossenen Kaufvertrag sowie dem Bebauungsplan Nr. 103 „Pirolstraße“ ergeben und „nachwirken“:

Die Vorgärten sind als Vegetationsflächen (z. B. Rasen, Gräser, Stauen, Kletterpflanzen, Gehölze) anzulegen und dauerhaft zu erhalten.

In den Vegetationsflächen ist nur die Verwendung von offenporigen, wasserdurchlässigen Materialien zulässig.

Dies gilt auch innerhalb des Bodenaufbaus; wasserundurchlässige Sperrschichten wie z. B. Abdichtbahnen sind unzulässig.

 

Es dürfen maximal ein Drittel der Vorgartenfläche mit natürlich vorkommenden mineralischen Feststoffen wie Kies, Schotter, Bruchsteine oder vergleichbare Materialien überdeckt werden.

 

Private Freiflächen für Pkw-Stellplätze und Zufahren sind mit Materialien wie Asphalt, Bitumen oder Beton unzulässig.

Es sind nur wasserdurchlässige Materialien wie Fugenpflaster, Mosaik- und Kleinpflaster mit breiten und offenen Fugen, Rasengittersteine, wasserdurchlässige Betonsteine oder Schotterrasen zulässig.

 

Je 4 Stellplätze ist in den Mehrfamilienwohnhausbereichen ein standortgerechter Laubbaum mit einem Stammumfang von mindestens 12 cm gemessen in 1,0 m Höhe zu pflanzen.

Die Stellplatzanlagen sind so zu gliedern, dass bei nebeneinanderliegenden Stellplätzen alle 4 Stellplätze ein Baum gepflanzt wird.

Je Baum ist eine vegetationsfähige, d. h. dauerhalt wasser- und luftdurchlässige Pflanzfläche von mindestens 10 qm Größe mit einer Mindestbreite von 2,00 m zu schaffen.

Ein Wurzelschutz sowie Hochborde (10 cm Höhe) sind gegen Befahren und Beparken vorzuse­hen.

Je Baugrundstück ist zudem je angefangene 500 qm Grundstücksfläche ein standortgerechter Obst- oder Laubbaum (Hochstamm 3 x verpflanzt, Stammumfang 12 cm gemessen in 1,0 m Höhe) zu pflanzen.

Der Baum / die Bäume sind dauerhalt zu erhalten, zu schützen und zu pflegen sowie bei Ausfall zu ersetzen.

Im Vorgartenbereich sind nur Einfriedungen bis zu einer Höhe von 1,00 m zulässig.

Diese können genehmigungsfrei errichtet werden (§ 62 BauO NRW 2018).

Hinter der vorderen Baugrenze und entlang der Nachbargrenzen können Einfriedungen (Zäune, Mauern, Hecken) bis zu einer Höhe von 2,0 m ohne Genehmigung gebaut werden.

Vorgärten sind die nichtüberbaubaren Grundstücksflächen zwischen vorderer Baugrenze und Straßenbegrenzungslinie (bzw. deren gradliniger Verlängerung bis zu den Grundstücksgren­zen) abzüglich

  • der erforderlichen Stellplätze und ihren Zufahrten
  • der Zuwegung zum Haupteingang des Wohnhauses und
  • des notwendigen Spritzschutzes entlang der Hausfassade (z. B. in Form eines Kiesstreifens).

Bei Eckgrundstücken gilt diese Vorschrift nur für die Grundstücksseite mit dem Hauseingang, al­so dem klassischen Vorgarten.

Zusammenhängende Dachflächen >15 qm von Flachdächern und flach geneigten Dächern (Nei­gung 0 – 15 Grad) von Wohnhäusern und Garagen (ausgenommen Carports) sind mit einer Substratschicht von mindestens 8 cm mit Gräsern, bodendeckenden Gehölzen und Wild­kräu­tern zu bepflanzen und so zu unterhalten.

Hiervon ausgenommen sind Flächen für Dachterrassen und notwendige technische Dachauf­bau­ten wie Lüftungsanlagen, Schornsteine etc.

Letzteres gilt nicht für Anlagen für die Nutzung der Solarenergie.

 

Kontaktdaten

Unter anderem folgende MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung:

  • Bewerbungs- und Vergabeverfahren
    Christian Micheel, Telefon 303-230 und Anja Heufekes, Telefon 303-250
  • Freistellungs- / Baugenehmigungsverfahren
    Dirk Hetrodt, Telefon 303-23, Diana Niestegge, Telefon 303-238, und Maria Upgang, Telefon 303-237
  • Straßen(end)ausbau
    Dirk Lippmeyer, Telefon 303-256
  • Kanalbau
    Ramon Wolsink Telefon 303-255