Flugplatz Stadtlohn-Vreden:

Flugplatz Stadtlohn-Vreden: Land fördert Sanierung des Hallendachs und Teilsanierung des Vorfeldes sowie weitere Maßnahmen Landrat Dr. Kai Zwicker freut sich über Bewilligungsbescheide: „Plangemäße Weiterentwicklung der Infrastruktur kann fortgesetzt werden“

 

Kreis Borken. Auf Antrag der Flugplatz Stadtlohn-Vreden GmbH, die zu 88 Prozent dem Kreis Borken und zu jeweils 6 Prozent den Städten Stadtlohn und Vreden gehört, hat jetzt die Bezirksregierung Münster Landesmittel für die Sanierung des Dachs einer Flugzeughalle sowie für die Teilsanierung des Vorfelds vor den Unterstellhallen bewilligt. Darüber zeigten sich Landrat Dr. Kai Zwicker und die Flugplatz-Geschäftsführer Wilfried Kersting und Norbert Hetkamp sehr erfreut: "Die Dachsanierung, die mit 70.000 Euro veranschlagt ist, wird mit 45.500 Euro bezuschusst, die auf 100.000 Euro bezifferte Vorfeldsanierung mit 65.000 Euro."

Das Dach der Unterstellhalle 1 weist bereits Schäden auf. Durch die undichten Stellen gelangt Wasser in die Halle. Daher soll das komplette Hallendach saniert werden. Das aus den 1970er Jahren stammende gepflasterte Vorfeld im Bereich der Unterstellhallen 1 bis 4 wurde seinerzeit mit einem an Flugplätzen unüblichen Gefälle angelegt, so dass dort Flugzeuge gegen Wegrollen gesichert werden müssen oder nur quer zum Gefälle abgestellt werden können. Da die in dem Bereich verlaufende Regenrinne inzwischen an vielen Stellen stark abgesackt ist, kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass beim Überrollen Bugräder der Flugzeuge "einfedern" und Propeller dann Bodenberührung bekommen. Der Bereich um die Regenrinne soll daher saniert werden, wobei gleichzeitig die Zahl der Wassereinläufe von 16 auf 28 erhöht wird. Auf diese Weise verringert sich künftig bei Starkregen das Überflutungsrisiko.

Bereits Ende des vergangenen Jahres waren für drei weitere Baumaßnahmen Förderungen ausgesprochen worden: Erneuerung der Farbmarkierungen auf der Start- und Landebahn und allen Rollwegen, Aufbau von Hindernisbeleuchtungen auf einer Unterstellhalle und dem Towergebäude sowie die Erneuerung der 25 Jahre alten Wetterstation. Die Baukosten für diese Maßnahmen sind mit insgesamt 85.700 Euro veranschlagt, die das Land mit bis zu 68.600 Euro fördert.

Mit diesen Maßnahmen könne die Weiterentwicklung der Flugplatz-Infrastruktur dank der Landesförderung plangemäß fortgesetzt werden, erläuterten die beiden Flugplatz-Geschäftsführer weiter. So sind die Markierungsarbeiten und die Installation der Hindernisbeleuchtungen inzwischen abgeschlossen. Die Wetterstation soll bis Ende Januar 2020 erneuert werden. Die Arbeiten am Hallendach und im Vorfeldbereich sollen möglichst bis Mitte April 2020 abgeschlossen sein.