Zum Hintergrund:

Land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sind in den letzten Jahren größer, breiter und schwerer geworden. Auch dadurch stoßen die Wirtschaftswege vielerorts an die Grenzen der Nutzungsmöglichkeit.

Zudem werden Wege heute auch von zahlreichen weiteren Nutzergruppen, wie Tourismus, Freizeit, Erholung, Fahrzeuge der Daseinsvorsorge, Produktion erneuerbarer Energien etc. genutzt. Somit unterliegen viele Wege einer sog. Multifunktionalität mit unterschiedlichen Interessen und Anforderungen.

Zur Aufrechterhaltung und tlw. erforderlichen Verbesserung der Wegeinfrastruktur fehlt es den meisten Kommunen an den notwendigen Finanzmitteln. Um den tatsächlichen Bedarf besser einschätzen zu können, bietet sich die Erarbeitung eines ganzheitlichen Konzeptes -das die Bedeutung der Wege näher klassifiziert- an.

In Zuge der Erstellung eines Wirtschaftswegekonzeptes werden die Wirtschaftswege in sog. Kategorien eingeteilt und entsprechend ihrer Bedeutung, Nutzung und Frequentierung zugeordnet. Dabei geht es im ersten Schritt um die Abbildung der derzeitigen Situation (IST). In einem weiteren Schritt erfolgt dann -mittels Bürgerbeteiligung- die perspektivische Festlegung der zukünftigen Kategorien (SOLL).

Das Konzept in der Stadt Vreden soll einen Ausblick auf die nächsten 20 bis 25 Jahre geben. Natürlich wird es permanent an sich ändernde Gegebenheiten angepasst werden müssen. Es handelt sich dabei um kein starres Konstrukt, sondern um einen dynamischen Prozess.