Ausschuss wurde über ISEK und Innenstadtentwicklung informiert

Leerstände können erheblich verringert werden.
Die Mitglieder des neu gebildeten Ausschusses für Wirtschaft und Digitales wurden über den Stand der verschiedenen Projekte und Maßnahmen informiert.
ISEK, das integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept wurde als Handlungskonzept für die Innenstadt im Jahr 2014 beschlossen und 2018 fortgeschrieben. Eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Projekten wurde seitdem umgesetzt. Zu nennen sind hier beispielhaft das kult als besonderer Ausstellungs- und Veranstaltungsort, die Kulturachse, der Stadteingang Süd an der Rundsporthalle, der neue Busbahnhof, die Aufwertung des Stadtparks inkl. Berkelbrücke sowie der historische Hofanlage, die Umgestaltung von Platz- und Straßenbereichen.
Weitere Konzepte, Maßnahmen und Initiativen ergänzen die Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt, so wie z.B. das Einzelhandelskonzept, das Citymanagement, die Ideenfabrik und seit November 2020 der Quartiersarchitekt.
Trotz der vielen erfolgreichen Maßnahmen und Projekte bleiben die Herausforderungen durch den Strukturwandel im Einzelhandel, dem demographischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel sowie der Digitalisierung bestehen.
Eine der großen Herausforderungen ist in vielen Städten die hohe Anzahl von Leerständen. Dies wird in Vreden seit ein paar Monaten mit Mitteln aus dem Förderprogramm des Landes NRW "Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren" erfolgreich bekämpft. So konnte Citymanager Jörg Lenhard in der Sitzung positive Nachrichten verkünden. Aktuell seien bereits 10 Miet-/Untermietverträge abgeschlossen worden. Im Februar würden weitere Vereinbarungen folgen. Insgesamt erwarte er bis zum Ende des 2. Quartals 18 beseitigte Leerstände in der Innenstadt.

Die Stadt übernimmt dabei ausschließlich, wie vom Land vorgesehen, die Funktion des Mieters und Untervermieters. Das Programm erlaubt die Anmietung von Ladenlokalen mit max. 70% der Altmiete und die Untervermietung mit mindestens 20% dieser Altmiete für einen Zeitraum von max. 24 Monaten. Der Differenzbetrag wird zu 90% vom Land gefördert, für die Vreden verbleibt ein Eigenanteil von 10%.
Zunächst werden vom Citymanager mit Interessenten Gespräche geführt. So können Interessenten und Eigentümer von passenden Ladenlokalen zusammengebracht werden. Bei Übereinkunft werden zeitnah Verträge geschlossen. Kritik aus der Kaufmannschaft betreffend einer "Wettbewerbsverzerrung" seien nicht vorhanden, so Jörg Lenhard. Erfreulich sei auch, dass in vier Fällen bereits Folgeverträge, bzw. "Absichtserklärungen" für den Zeitraum nach zwei Jahren geschlossen wurden.
Bei Leerständen, für die eher eine alternative Nutzung z.B. als Dienstleistungsfläche, Arztpraxen etc. machbar ist, kann die Leistung des Quartiersarchitekten Alexander Schwanekamp in Anspruch genommen werden, die Erstberatung ist kostenlos.
In der Vorlage zur Sitzung Anfang Februar sind der Sachstand der Innenstadtentwicklung und ein Ausblick auf mögliche anstehende Prozesse ausführlich dargestellt. Die Vorlage ist im Ratsinformationssystem unter www.vreden.de nachzulesen.