Stilles Gedenken an die Pogromnacht

Die Synagoge an der Twicklerstraße, das Zentrum der jüdischen Gemeinde in Vreden, wurde in der Nacht zerstört und schließlich 1944 abgerissen. Eine Brandstiftung, wie anderenorts, unterblieb wahrscheinlich wegen der engen Bebauung.
Jüdische Vredener Mitbürgerinnen und Mitbürger mussten erleben wie ihre Wohnungen verwüstet, ihre Fensterscheiben zerschlagen und sie selbst gedemütigt, geschlagen, zusammengetrieben und eingesperrt wurden.
Die Nacht markierte den Beginn der systematischen Verfolgung. Die jüdische Gemeinde in Vreden wurde ausgelöscht.
Seit dem 14. Jahrhundert lässt sich die Anwesenheit jüdischer Familien in Vreden belegen. Im Jahr 1808 wurde der Bau der Synagoge fertiggestellt. Sie überstand zwei Stadtbrände im 19. Jahrhundert. Bis sie dann nach 130 Jahren in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört und abgetragen wurde.
Anlässlich des Jahrestages hat Bürgermeister Tom Tenostendarp im Beisein der Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Vreden zum Gedenken an die verfolgten und ermordeten Vredener Mitbürgerinnen und Mitbürger eine Schweigeminute gehalten und einen Kranz niedergelegt.
Eine größere Gedenkfeier war derzeit auf Grund der Corona-Lage in diesem Jahr leider nicht möglich.
Einige Bürgerinnen und Bürger gedachten in diesem Jahr individuell mit einer Kerze oder niedergelegten Blumen an die Opfer.
Texte und Bilder der jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen aus Vreden, die verfolgt und ermordet wurden, wurden ebenfalls für einen Tag an der Gedenkstätte präsentiert.